MVGIDA weiter im Abwärtstrend

Mit knapp 120 Teilnehmer*innen setzte sich beim heutigen MVgida Aufmarsch in Schwerin der Abwärtstrend fort. Es fanden sich fast ausnahmslos Menschen aus der Naziszene ein, angeführt von Andreas Theissen(NPD). Die geplante Route konnte aufgrund von Gegenprotesten, wie einer Blockade von 40 Antifaschist*innen, nicht abmarschiert werden. Statt der angekündigten Hauptkundgebung auf dem Marktplatz, die ohnehin im Trillerpfeifenlärm der Gegendemonstrant*innen untergegangen wäre, marschierten sie nach kurzem Stopp weiter. Der Naziaufmarsch, der mit Verspätung startete, war allerdings schon nach gut einer Stunde zu Ende.
Negativ fiel wieder einmal die polizeiliche Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) auf, die bei dem Versuch, eine Straße zu sperren, völlig unverhältnismäßig Gegedemonstrant*innen stieß und zu Boden warf. Eine Person wurde dabei gleich komplett über die Kühlerhaube eines parkenden Autos geschleudert. Als der Polizeitäter von Bürger*innen darauf angesprochen wurde, verweigerte er die Herausgsabe seiner Dienstnummer oder seines Namens. Stattdessen schubsten seine Kollegen die fragenden Bürger*innen weg. Ein Grund mehr für die konsequente Durchsetzung einer Polizeiausweispflicht, damit zumindest die BFE nicht weiterhin konsequenzenlos tun und lassen kann, was sie will.
Wieder einmal zeigte sich, dass in Schwerin der aktive Protest nahezu ausschließlich von antifaschistischen Gruppen getragen wurde. Die Schweriner Bürgerschaft muß sich die Frage gefallen lassen, ob sie es auf Dauer dulden will, dass Nazihorden regelmäßig ihre ausländerfeindliche und menschenverachtende Propaganda durch die Schweriner Straßen grölen.