10. Mvgida-Aufmarsch – Trotz Protesten und Blockaden setzt Polizei Naziaufmarsch durch

Mit einem teils ruppigen Polizeieinsatz gelang es c.a. 150 Nazis von Mvgida gestern in Stralsund ihren 10. Aufmarsch durchzuziehen. Trotz des Verbots einer antifaschistischen Demonstration konnte der Naziaufmarsch teilweise durch Blockaden gestört werden. Die Polizei ging dabei mit Gewalt gegen Antifaschist_innen vor.

Bereits im Vorfeld zeigte die Versammlungsbehörde durch das Verbot einer Gegendemonstration vom Stadtteil Knieper in die Innenstadt, dass sie das Versammlungsrecht einseitig, zugunsten von Mvgida auslegt. Trotz des Verbots gelang es gut 200 Antifaschist_innen an mehreren Stellen der Mvgida-Route ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Dabei gab mehrere kleine Blockaden.
Einige wurden von der Polizei toleriert, während andere aufgelöst wurden. Hierbei tat sich besonders die BFE-Einheiten (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten) durch brutales Vorgehen gegen Demonstrant_innen hervor. So wurden Gruppen ohne Vorwarnung von der Straße geprügelt.
Bei einem Schlagstockeinsatz gab es zwei verletzte Gegendemonstrant_innen. Nach diesem Einsatz verweigerten sich Beamte, ihre Dienstnummern herauszugeben.
Der Mvgida Aufmarsch war wie gewohnt von Nazistrukturen aus MV dominiert. Die Verstrickung mit der NPD wird anhand des Plakates „Asylbetrug stoppen“ der von Tino Müller (NPD) organisierten „Bürgerinitiative“ „Schöner und sicher wohnen in Ückermünde“ deutlich. Ein weiterer anwesender Parteifunktionär, war neben Müller auch Dirk Arendt aus Stralsund.
Als Rednerin fungierte Antje Mentzel vom Ring Nationaler Frauen MV. Der vermeintliche Rückzug des Anmelders Enrico Naumann erscheint durch seine im nationalen Taumel mitgegrölte Parole „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.“ im anderen Licht.
Zweimal wurden die Nazis direkt an den Sitzblockaden vorbei geführt, wobei es in einem Fall zu Flaschen und Böllerwürfen von Seiten der Nazis auf Gegendemonstrant_innen kam. Die Polizei ermittelt nun gegen den Täter. Schon beim letzten Mvgida-Aufmarsch in Stralsund zeigte sich das Gewaltpotenzial der Nazis in einem Messerangriff auf Gegendemonstrant_innen. Es ist fragwürdig, warum angesichts eines solchen Gewaltpotenzials den Nazis der Schutz des Versammlungsrechtes, der nur für friedliche Versammlungen gilt, gewährt wird. Anstatt rigide gegen Gegendemonstrant_innen vorzugehen oder Nazis in unmittelbare Nähe von Blockaden zu führen, wäre es gegebenenfalls besser, den Nazis einen Umweg zuzumuten.
Am Rande wurde ein Gegendemonstrant erkennungsdienstlich behandelt und mit dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung konfrontiert - weil die Megafondurchsagen für die empfindlichen Polizeiohren zu laut waren.
Trotz allem“, so Nadja Soreia, antifaschistische Aktivistin aus Stralsund, „bleibt zu hoffen, dass das durch den Alleingang von Naumann produzierte organisatorische Chaos der Naziszene Frust bereitet. Es ist zudem bedenklich wenn die Polizei diese Naziaufmärsche mit allen Mitteln durchzuführen versucht.“

Gegen Nazis auf die Straße!

Am Montag, dem 9.3. wird die Schweriner Innenstadt wieder einmal von neonazistischen, sozial-chauvinistischen und rassistischen „Patrioten“ heimgesucht. Dabei sollte eines klar sein: MVGIDA darf der öffentliche Raum nicht ohne Widerspruch überlassen werden! In diesem Sinne rufen wir euch dazu auf, euren kreativen und lauten Protest auf die Straße zu tragen!

Zeigt den Rechtspopulisten, was ihr von ihnen haltet!

Ab 18 Uhr sind in der Schweriner Innenstadt mehrere Kundgebungen angemeldet worden. Schaut doch mal vorbei, mit etwas Glück gibt’s dort Tee, Infos und ne Stulle!

Die Kundgebungsorte sind folgende:

– Marktplatz

– Südufer Pfaffenteich

– Helenenstraße (Ecke Mecklenburgstraße)

– Puschkinstraße (Ecke Schloßstraße)

– Schulstraße (Ecke Friedrichstraße)

Zusätzlich sind weitere dezentrale Aktionen geplant, für alle, die „mobiler“ unterwegs sein wollen. Weitere Informationen folgen Montag unter dem tag ‪#‎MVfueralle‬ auf Twitter. Dort findet ihr dann alle Treffpunkte sowie die aktuellen Gegebenheiten.

Bis dahin gibt’s weitere Infos bei Schwerin für alle

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„Rostock für alle!“ stellt sich am Sonntag, 1.3.15 der rechtsextremen „Mvgida“ entgegen!

Aufruf: Rostock für alle! Am 1.3. raus auf die Straße und MVgida gemeinsam entgegentreten!

Am kommenden Sonntag, den 1.3. wollen die Nazis und RassistInnen von MVgida durch Rostocks Innenstadt marschieren.
Das Bündnis „Rostock nazifrei“ will das nicht zulassen und hat in kurzer Zeit verschiedene Gegenaktivitäten geplant. Wir rufen alle RostockerInnen und Menschen aus MV auf, sich den Protesten anzuschließen und sich gemeinsam „Rogida/MVgida“ entgegen zu stellen.
(*Naziroute: Treffpunkt der Nazis ist 15 Uhr am Hauptbahnhof Süd, anschließend wollen sie über den Südring, Goetheplatz, Vögenteich, Kröpeliner Strasse bis zum Neuen Markt und den gleichen Weg wieder zurück.)
Ab 14 Uhr gibt es am Kröpeliner Tor die zentrale Veranstaltungskundgebung mit Redebeiträgen und einem kulturellem Programm zusammen mit dem CSD Rostock e.V., der Ska-Band „Antispielismus“ und anderen. Ab 14:30 Uhr schließt sich von hier eine Demonstration Richtung Hauptbahnhof Nord an.
Für die Sportlicheren unter euch wird es ab 14:30 eine Fahrraddemo vom Doberaner Platz zur Bahnhofsseite Süd  (wo sich „MVgida“ sammelt) geben. www.facebook.com/events/824771140945038
Für alle, die nach Rostock anreisen: für euch haben wir ab 15 Uhr eine Kundgebung auf der Nordseite des Hauptbahnhof Rostock angemeldet und holen euch dort ab!
Außerdem wird es ab 15 Uhr eine Andacht in der Marienkirche geben. Stärken und aufwärmen könnt ihr euch ab 15 Uhr am Ziegenmarkt, wo der der Eine-Welt-Laden, Vokü und das Café Marinetreff  mit Heißgetränken, Kuchen und warmen Speisen für euch da ist.
Sofern MVgida ihre Route tatsächlich bis zum Neuen Markt durchziehen wird, werden wir mit einer Kundgebung am Uniplatz (Barocksaal) und am Neuen Markt (zwischen Post und Hotel Sonne) auf sie warten und kreativ und laut deutlich machen, das sie hier nicht willkommen ist.
Die Abschlusskundgebung des Tages wird am Kröpeliner Tor ab 18.30 – 20 Uhr stattfinden.
Wichtig: Informiert euch!
Über die Facebook-Veranstaltung könnt ihr euch weiter informieren und FreundInnen einladen: www.facebook.com/events/337921389736009
Am Sonntag selbst könnt und solltet ihr euch über die aktuellen Entwicklungen über den Hashtag #mvfüralle auf dem Laufenden halten.
Teilt diese Infos mit euren Freund_innen, Bekannten, Arbeitskolleg_innen … und unterstützt die Initiative „Rostock für alle“!
Bringt Transparente, Schilder und alles, was ihr sonst noch braucht, um laut, kreativ und erfolgreich gegen Nazis und RassistInnen zu protestieren.
MV für alle!

Euer Bündnis Rostock nazifrei

Diesen Samstag in Dresden: Eine Demo in unserem Sinne…

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Diesen Samstag, dem 28.02., findet in Dresden eine bundesweite Demo statt, die ganz in unserem Sinne ist: Geflüchtete Menschen und deren UnterstützerInnen setzen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus! 

"Solidarität mit Geflüchteten - Für ein besseres gemeinsames Leben" - so lautet das Motto des Aufrufs von Asylsuchenden, der an alle Menschen in Deutschland gerichtet ist. Mit der Demonstration soll den Menschen Gehör verschafft werden, die in den letzten Wochen und Monaten besonders Rassismus, Diskriminierung und Stigmatisierung erlebt haben: Den Geflüchteten. Seit den Aufmärschen von Pegida hat sich die Zahl der Übergriffe auf Geflüchtete, Migrant*innen und Muslime mehr als verdoppelt. Gleichzeitig ist es für die Betroffenen schwer, sich in der öffentlichen Debatte zu Wort zu melden und gehört zu werden. Solange nur über und nicht mit ihnen diskutiert wird, sorgt das für stark verzerrte Bilder der Situation von Asylsuchenden.(...)
"In der Öffentlichkeit werden immer wieder Klischees und Vorurteile erzeugt, anstatt die diskriminierenden Bedingungen für geflüchtete Menschen in Deutschland in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen", erklärt eine Sprecherin des Asylum Seekers Movement. So dürfen sie in Deutschland nur eingeschränkt arbeiten, sich nicht frei bewegen, ihren Wohnort, ihre Wohnung nicht selbst wählen und haben kaum Möglichkeiten, für die eigenen Rechte einzutreten. Geflüchtete werden so zu Menschen zweiter Klasse, die kaum eine Chance haben, das Bild von sich in der Öffentlichkeit selbst zu bestimmen. Um das zu ändern, werden Geflüchtete und Unterstützer_innen aus dem gesamten Bundesgebiet aufgefordert den Aufruf zu unterzeichnen und nach Dresden zu kommen.

***Solidarisiert euch mit dem Aufruf der Refugees. Zeigt eure Unterstützung. Kommt am 28. Februar nach Dresden und erklärt: Say it loud. Say it clear. Refugees are welcome here!***

mehr Infos unter http://www.feb28.net/index.html 

Tell me why I don’t like Mondays

Am Montag, den 23.02.2015 hat sich wieder einmal bestätigt, dass die regelmäßigen Aufmärsche der MVGIDA von neonazistischen Kameradschaften, Hooligans und NPD-Kadern dominiert werden. Der nahezu störungsfreie Ablauf der Veranstaltung gibt der Bewegung einen neuen Aufwind.

Zum wiederholten Mal konnten die drei angemeldeten Gegenveranstaltungen dem widerwärtigen Treiben in der Schweriner Innenstadt kein Ende setzen. Dies hat zwei Gründe. Einerseits muss eine geringe Beteiligung auf Seiten der Gegenproteste festgestellt werden. Andererseits gelang es Ordnungsamt und Polizei, die Gegenproteste klein zu halten, indem Versammlungen nur in einem äußerst beschränkten Rahmen genehmigt worden sind. So wurde eine bürgerliche Veranstaltung des „Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin“ am Alten Garten nur bis 18.30 Uhr erlaubt. Die antirassistische Demonstration unter dem Motto “Nie wieder Montag“ hatte nach gut 800 m ihr Ziel erreicht. Die Strategie der Polizei, die Demonstrant_innen strikt voneinander zu trennen, ging auf.

Während engagierte Menschen sich dennoch am legitimen Protest in Hör-und Sichtweite versuchten, hat NoGIDA-MV auf dem Marienplatz in mehreren Redebeiträgen die Argumentationsstrategie der Rechtspopulisten durchleuchtet. Es ist unschwer, zu erkennen, dass MVGIDA Themen wie „Frieden“, „Freiheit“ und „Demokratie“ aufgreift, um zu versuchen, in der Bevölkerung Anschluss zu finden. Dabei zeichnet sich die „Argumentation“ der „besorgten Bürger“ durch vollkommen verkürzte Deutungsmuster aus. Diese laufen in letzter Konsequenz auf eindeutig rassistische als auch völkische Propaganda hinaus.

Rassistische und völkische Propaganda darf nicht zum Normalzustand werden!

Aus unserer Sicht muss es möglich sein, den Nazis zu zeigen, was wir von ihnen halten. Außerdem muss über andere Aktionsformen nachgedacht werden. Für einen vielfältigen & kreativen Protest!

NoGida ruft zur Demo auf: „Nie wieder Montag!“

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Montag, 23.02.2015

18 Uhr

Hauptbahnhof Schwerin

Kommt zur antirassistischen Demo “Nie wieder Montag!” nach Schwerin! Zeigt den Rechtspopulisten, was ihr von ihnen haltet!

„Heut‘ ist wieder Montag, da machen wir wieder RAM TAM TAM…“

Finden wir nicht gut!!! Unter dem Motto „Nie wieder Montag!“ rufen wir dazu auf, sich unserer antirassistischen Demonstration gegen den Trend der sogenannten Montags-„Spaziergänge“ anzuschließen!

Der Auslöser dafür dürfte bekannt sein: Wie die Wochen zuvor gehen selbsternannte PatriotInnen gegen eine imaginierte „Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße und demonstrieren „für den Frieden, die Freiheit und mehr Demokratie“. Dabei inszenieren sie sich als die einzig wahren RepräsentantInnen des „deutschen Volkes“, welches sich gegen „Asylflut“, „Lügenpresse“, „Kriegstreiberei“, das „politische Establishment“ und natürlich die „Islamisierung“ behaupten müsse.
Hinter diesen „Inhalten“ im bürgerlichen Gewand verbergen sich rassistische Ressentiments und eine völkische Ideologie, welche gemäß dem Motto „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ wieder massentauglich gemacht werden soll. Leider scheint dieses Kalkül aufzugehen: Erwartungsgemäß werden auch diesen Montag wieder Neonazis, Hooligans, RechtspopulistInnen und sogenannte „besorgte Bürger“, die mit Erstgenannten keine Probleme haben, vereint durch Schwerin marschieren.
Wir werden uns dem entgegen stellen! Es wird auch diesen Montag wieder vielfältige Aktionen gegen diese rechtspopulistische Agitation geben:

– ab 17 Uhr Mahnwache mit Solipizza der Grünen auf dem Marienplatz
– ab 18 Uhr kostenlose Musikalische Unterhaltung auf dem Markt beim Café
Röntgen (Besucher sind gerne gesehen)
– ab 18 Uhr Kundgebung auf dem Alten Garten durch das „Aktionsbündnis für
ein friedliches und weltoffenes Schwerin“
– ab 18 Uhr antirassistische Demo von NoGIDA vom Hauptbahnhof in Richtung Marienplatz

Wir rufen dazu auf, sich an dem Protest gegen MVGIDA zu beteiligen, um den Rechtspopulisten die rote Karte zu zeigen!

Weitere Infos gibt’s unter schwerinfueralle.wordpress.com

karte 23.2.

Montag, 16.02. heißt es wieder: Stralsund Nazifrei!

MVGIDA gibt keine Ruhe und wird am 16. Februar 2015 wieder einen „Spaziergang“ durch den Stralsunder Stadtteil Knieper machen. Diesen offenen Rassismus wollen wir nicht einfach hinnehmen. Das Bündnis „Stralsund Nazifrei“ wird wieder verschiedene Protestaktionen anbieten. Unser Ziel bleibt weiterhin in Stralsund ein weltoffenes Umfeld zu schaffen, in dem Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und das Vergreifen an Schwächeren keinen Platz haben!

Treffpunkt für alle Aktionen am 16. Februar ist ab 17 Uhr der Neue Markt (Ecke Langenstr.)!

Von dort aus wird ein Straßentheater („Kleiner antirassistischer Gemüseauflauf“) inszeniert, welches gegen 18 Uhr am Alten Markt endet. Lasst Euch überraschen und kommt dazu! Wir freuen uns auf Euch! Auch das Bündnis, welches von Stralsunder UnternehmerInnen initiiert wurde, wird mit einer „Stralsund gibt 8″-Luftballonaktion auf dem Alten Markt vertreten sein.

Durch eine große Anzahl von Menschen wollen wir unsere Idee eines gemeinsamen Miteinanders, das nicht von Vorurteilen geprägt ist, ausdrücken. Zudem sind folgende Mahnwachenstandorte am Montag geplant:

1. Bahnhof; Tribseer Damm / Jungfernstieg (vor der DAK) – ab 18 Uhr besetzt

2. Brunnenaue – ab 17 Uhr besetzt

3. Prohner Straße / Heinrich-Heine-Ring – ab 18 Uhr besetzt

4. Heinrich-Heine-Ring / Arnold Zweig Straße – ab 18Uhr besetzt

Ihr könnt Euch auch an weiteren Aktionen beteiligen und selbst Ideen entwickeln: Macht mit und bringt Schilder, Transparente, Fahnen, Pfeifen, Trommeln und was Euch sonst noch so einfällt mit! Unterstützt die Proteste gegen die MVGIDA auf der Straße und an den Mahnwachen!

Mehr Informationen gibt es unter www.rockgegenrechts.com! Gemeinsam können wir ein starkes Zeichen setzen, dass wir für alle Menschen in all ihrer Vielfalt einstehen.

„MV für alle!“

Am 9.2. kam es in Schwerin zu vielfältigem Protest gegen den MVGIDA-Aufmarsch. Das ist super und stimmt uns zuversichtlich. Auch unsere Demonstration „MV für alle“ zog, wie geplant, durch die Schweriner Innenstadt, um auf die neonazistischen Tendenzen innerhalb der MVGIDA hinzuweisen. Darüber hinaus haben wir für eine flüchtlings-solidarische Perspektive aufgezeigt.

Wie es weiter geht? Das wird sich im Laufe der Woche zeigen. Bis dahin wünschen wir allen UnterstützerInnen und SympathisantInnen eine gute Woche. Guckt doch mal in die Redebeiträge rein!

NoGIDA-MV ruft auf zur Demonstration: MV für alle!

Nogida-PlakatMontag, 09.02.2015

18 Uhr

Hauptbahnhof Schwerin

Kommt zur antirassistischen Demo „MV für alle“ nach Schwerin! Zeigt den Rechtspopulisten, was ihr von ihnen haltet!


Am Montag, dem 09.02.2015, findet in Schwerin der fünfte „Abendspaziergang“ von MVGIDA statt. Wie die Montage zuvor werden dort Neonazis und sogenannte „besorgte Bürger“ vereint gegen eine empfundene „Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren. Das heißt soviel, dass sie soziale Abstiegsängste und eine bestehende Fremdenfeindlichkeit innerhalb der Gesellschaft nutzen, um gegen Flüchtlinge und Muslime zu hetzen.

Wie auch die Montage zuvor werden Menschen aus Schwerin und aus Mecklenburg-Vorpommern dagegen auf die Straße gehen, um MVGIDA deutlich zu machen, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern nicht auf offene Ohren stoßen. So wird es unter dem Motto „Schwerin für alle“ eine Kundgebung auf dem Alten Garten geben. Zudem sind am Pfaffenteich und am Schlachtermarkt Kundgebungen angemeldet worden. Weitere kreative Protestaktionen können vor Ort umgesetzt werden. Wir begrüßen jene Vielfalt der Protestformen und unterstützen alle Menschen, die MVGIDA ihren Protest entgegensetzen wollen.

Darüber hinaus ist es für uns unausweichlich, der rechtspopulistischen Hetze inhaltliche Perspektiven entgegenzusetzen. Aus diesem Grund ruft NoGIDA-MV zu einer antirassistischen Demonstration unter dem Motto „MV für alle!“ auf. Wir positionieren uns damit gegen jede GIDA-Veranstaltung und solidarisieren uns mit Flüchtlingen sowie mit Betroffenen rassistischer Gewalt. Für plädieren dafür, globale Ungleichheitsverhältnisse und die europäische Migrationspolitik in Frage zu stellen, anstatt Flüchtlinge oder Muslime für vermeintliche Probleme verantwortlich zu machen. Somit wollen wir eine antirassistische Perspektive vorantreiben, anstatt diffuse Ängste zu schüren.

In diesem Sinne rufen wir alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf, diesen Montag nach Schwerin zu kommen, um gegen MVGIDA auf die Straße zu gehen. Auf der Demonstration „MV für alle!“ sind alle Menschen willkommen, die sich dem antirassistischen Konsens von NoGIDA-MV anschließen. Kommt zahlreich und passt aufeinander auf!!!

Die von MVGIDA propagierten Positionen sind und bleiben für uns indiskutabel!

Gegen populistische Hetze!

Keine Angst für niemand!

Refugees Welcome!

NoGIDA-MV ruft auf zur antirassistischen Demonstration unter dem Motto „MV für alle!“

Montag, 09.12.2015

18 Uhr

Hauptbahnhof Schwerin

Treffpunkt Rostock: 16.30 Hbf

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