Tell me why I don’t like Mondays

Am Montag, den 23.02.2015 hat sich wieder einmal bestätigt, dass die regelmäßigen Aufmärsche der MVGIDA von neonazistischen Kameradschaften, Hooligans und NPD-Kadern dominiert werden. Der nahezu störungsfreie Ablauf der Veranstaltung gibt der Bewegung einen neuen Aufwind.

Zum wiederholten Mal konnten die drei angemeldeten Gegenveranstaltungen dem widerwärtigen Treiben in der Schweriner Innenstadt kein Ende setzen. Dies hat zwei Gründe. Einerseits muss eine geringe Beteiligung auf Seiten der Gegenproteste festgestellt werden. Andererseits gelang es Ordnungsamt und Polizei, die Gegenproteste klein zu halten, indem Versammlungen nur in einem äußerst beschränkten Rahmen genehmigt worden sind. So wurde eine bürgerliche Veranstaltung des „Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin“ am Alten Garten nur bis 18.30 Uhr erlaubt. Die antirassistische Demonstration unter dem Motto “Nie wieder Montag“ hatte nach gut 800 m ihr Ziel erreicht. Die Strategie der Polizei, die Demonstrant_innen strikt voneinander zu trennen, ging auf.

Während engagierte Menschen sich dennoch am legitimen Protest in Hör-und Sichtweite versuchten, hat NoGIDA-MV auf dem Marienplatz in mehreren Redebeiträgen die Argumentationsstrategie der Rechtspopulisten durchleuchtet. Es ist unschwer, zu erkennen, dass MVGIDA Themen wie „Frieden“, „Freiheit“ und „Demokratie“ aufgreift, um zu versuchen, in der Bevölkerung Anschluss zu finden. Dabei zeichnet sich die „Argumentation“ der „besorgten Bürger“ durch vollkommen verkürzte Deutungsmuster aus. Diese laufen in letzter Konsequenz auf eindeutig rassistische als auch völkische Propaganda hinaus.

Rassistische und völkische Propaganda darf nicht zum Normalzustand werden!

Aus unserer Sicht muss es möglich sein, den Nazis zu zeigen, was wir von ihnen halten. Außerdem muss über andere Aktionsformen nachgedacht werden. Für einen vielfältigen & kreativen Protest!

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