„Wir wollen Frieden und Glück“ – Aufruf zur Flüchtlingskundgebung für Flüchtlingsrechte und gegen Rassismus

Am kommenden Samstag, den 30.05.2015 findet in Güstrow eine Kundgebung statt, zu welcher die dort lebenden Geflüchteten aufrufen. Kommt zum Rathaus in Güstrow, um zusammen mit Refugees ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und die neonazistischen Zustände in Güstrow zu setzen! Zeigt eure Solidarität mit Geflüchteten!

30.05.2015 // 12.20 Uhr // Hauptbahnhof Rostock // Zusammen Zug fahren

30.05.2015 // 13:30 Uhr // Rathaus – Güstrow // Kundgebung

30.05.2015 // 15.00 Uhr // „Coming Together“ – Information & Austausch

güstrow

Im folgenden veröffentlichen wir den Aufruf der Refugees:

Wir, eine Gruppe Güstrower Flüchtlinge, haben uns zusammengeschlossen, weil wir nicht länger am Rand stehen wollen, während über uns und unsere Situation geredet wird. Im Gegenteil, wir wollen mitreden und die Situation der Flüchtlinge in Güstrow aus unserer Sicht schildern und mithelfen, diese zu verbessern.

Seit fast zwei Jahren sind Flüchtlinge in Güstrow untergebracht. Rassismus ist Alltag für uns in Güstrow. Immer wieder gibt es Demonstrationen neonazistischer Gruppen und Parteien gegen uns. Sie versuchen mit rassistischen Parolen in der Bevölkerung Stimmung gegen uns zu machen. Immer wieder werden wir auf der Straße und in Geschäften rassistisch beschimpft oder sogar bedroht. Aber auch bei Behördengängen wird uns oft kein Respekt und Vertrauen entgegen gebracht.
Das alles führt dazu, dass viele von uns sich in Güstrow nicht glücklich und sicher fühlen.

Aus diesem Grund wollen wir am 30.05.2015 ein klares Signal gegen Rassismus und für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben aller Güstrower und Güstrowerinnen setzen.

Wir wünschen uns ein sicheres und friedliches Leben in Deutschland. Wir sind bereit, uns auch als Bürger und Bürgerinnen Güstrows einzubringen, aber wir fordern von der Politik und der Bevölkerung, dass uns die Chance gegeben wird, am öffentlichen und sozialen Leben als vollwertige Mitglieder teilzunehmen.

Wir wollen Deutsch lernen, eine Ausbildung machen oder eine Arbeit finden. Die Gesetze und die vielen Einschränkungen im Alltag lassen das aber derzeit nicht zu. Viele von uns werden krank durch die fehlende Privatsphäre, die ungewisse Perspektive und Aufgabenlosigkeit sowie die oft traumatischen Erfahrungen in unserer Heimat und auf der Flucht. Um hier anzukommen und unser Leben nach
unseren Wünschen zu gestalten, haben wir folgende Forderungen aufgestellt:

Wir fordern für alle Geflüchteten in Güstrow:

# Ein klares Bekenntnis der Stadt zu den Flüchtlingen

# Internetzugang in allen Heimen

# Mehr Platz pro Person in den Heimen (jedem von uns stehen nur 6 m² zu)

# Mehr Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen in den Heimen und für dezentrale Flüchtlinge

# Mehr professionelle und bezahlte Dolmetscher und Dolmetscherinnen für Arztbesuche und Behördengänge

# Langfristig fordern wir, Flüchtlinge in Wohnungen statt in Heimen unterzubringen

Wir fordern von der Regierung und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:

# Schnellere Bearbeitung der Asylverfahren (oft Wartezeiten bis zum Anhörungstermin von über 9 Monaten)

# Dass von jedem, der in Deutschland Asyl sucht, die Fluchtgründe angehört werden und ein Ende des Dublin-Systems

# Keine Abschiebungen – ob innerhalb der EU oder in unsere Herkunftsländer

# Besserer Zugang zu Arbeit/Ausbildung/Praktika

# Eine gleichwertige medizinische Versorgung

# Deutschkurse für alle vom ersten Tag an

# Einfacherer und schnellerer Familiennachzug

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(engl.)

Call to rally from refugees for refugees‘ rights „We want peace and happiness“

30.05.2015 // 13:30 // Rathaus – Güstrow

We, a group of Güstrow refugees have joined forces because we do not want to stand at the side-line any longer, while others are talking about us and our situation. On the contrary, we want to have a say regarding the situation of refugees in Güstrow and we want to help improve it.

For nearly two years now refugees have been housed in Güstrow. Racism is part of everyday life for us. Again and again, there are demonstrations by Neo-Nazi groups and parties against us. They are trying to cause an anti-refugee atmosphere in the population by using racist slogans against us. Furthermore, we are repeatedly racially abused and sometimes even threatened on the street and in shops. Many times authorities don’t treat us with the necessary respect and trust. This means that we often don’t feel happy and safe in Güstrow.

For this reason we want to send a clear signal for refugees on May 30th 2015. We call for a peaceful and solidary coexistence of all people living in Güstrow.

We wish for a peaceful life in Germany, we want to learn German, get an education or find a job. We are ready to play our part as citizens of Güstrow, but we demand from politicians and the public that we are given the chance to participate in the public and social life as full members.

We want to learn German, get an education or find work. But the laws and constraints in everyday life don’t keep us from achieving these goals. Many of
us get sick because of the abscence of privacy, the uncertain future, the lack of something to do and the often traumatic experiences we had at home or during our struggle to get to Europe. In order to arrive here and to live our lives according to our wishes, we have the following demands:

We call in Güstrow for:

# A clear commitment of the city to refugees

# Internet access for all camps

# More space per person in the camps (each person has only 6m² to him or herself)

# More social workers in the camps and for decentralized housed refugees

# More professional and paid interpreters for doctor visits and administrative issues

# In the long term more refugees in apartments rather than in camps

We call on the government and the Federal Office for Migration and Refugees:

# Faster processing of asylum procedures (some of us wait more than 9 months for an interview appointment)

# That everyone, who seeks asylum in Germany, will be asked about his/her reasons for fleeing and an end to the Dublin System

# No more deportations, to our home countries or within the EU

# Better access to work / training / internships

# Equal medical treatment

# German courses for all from the day of arrival

# Easier and faster family reunification

NoGIDA-MV unterstützt den Aufruf der Refugees.

 

Mvgida: bekannte Hetze auf neuer Route

Am 11. MVGIDA-Aufmarsch am 23.3. in Schwerin beteiligten sich gut 200 Teilnehmer_innen. Damit blieb die Teilnehmer_innenzahl deutlich hinter den Erwartungen der Organisator_innen zurück. Das Kalkül, mit der neuen Route im Stadtteil Großer Dreesch eine neue Anhängerschaft zu mobilisieren, ging nicht auf. Ganz im Gegenteil: Viele lokale Anwohner_innen befanden sich unter den rund 200 Gegendemonstrant_innen. Neben verbalen Provokationen der Nazis kam es am Rande des Aufmarsches zu tätlichen Angriffen auf Gegendemonstrant_innen. Die Polizei hingegen legte ihre Prioritäten darauf, einzelne Gegendemonstrant_innen zu schikanieren. 
Die Organisator_innen hatten gehofft, durch eine Verlegung der Route in das Plattenbauviertel Großer Dreesch neue Mitstreiter_innen zu gewinnen und dadurch ihre seit Wochen stagnierende Teilnehmer_innen-Zahl zu erhöhen. Weder passierte dies, noch gab es Beifallskundgebungen von den an der Route wohnenden AnwohnerInnen für den MVGIDA Aufmarsch. „Das rassistisch demagogische Auftreten der MVGIDA, die versucht, Menschen mit Migrationshintergrund als Ursache für soziale Probleme in dem Plattenbauviertel hinzustellen, hat offensichtlich nicht funktioniert“, so Ellen Muscheite, lokale Aktivistin aus Schwerin.
Die MVGIDA Demo zeigte ein deutliches Bild eines klassischen Naziaufmarsches. Aggressive Parolen wie „Antifa-Hurensöhne“ oder „Die beste Säuberung ist immer noch der Abzug“ hört man bei MVGIDA immer häufiger. Auch wird ein aggressives Verhalten der Demoteilnehmer_innen gegen Gegendemonstrant_innen immer unverhohlener gezeigt.
Immer wieder versuchten Nazis auszubrechen, um Gegener_innen körperlich anzugreifen. Einer  kleinen Gruppe gelang dies und griff einen Fahrradfahrer an.
Schon vor Beginn der Auftaktveranstaltung hat ein Demoteilnehmer, nachdem er zunächst eine verbale Auseinandersetzung mit einem Gegendemonstranten provozierte, diesen mit seiner Bierflasche auf den Kopf geschlagen. Unverständlich ist hier das Einsatzkonzept der Polizei, die zwar später den Täter überwältigen konnte, die aber bei umsichtigeren Handeln diesen Angriff hätte verhindern können.
So ist es immer noch so, dass die Bereitschaftspolizist_innen, die zwischen dem Naziaufmarsch und den Gegendemonstrant_innen stehen, ihre Aufmerksamkeit den Gegendemonstrant_innen zuwenden. Offensichtlich bekommen sie von der Einsatzführung gesagt, dass Gefahr eher von der antifaschistischen Seite drohe.
"Die einseitig von der Polizeiführung vorgenommene Gefährdungsanalyse zugunsten der Nazis ist unerträglich“ so Ramona Seiffert von Nogida,“ wenn die Polizei endlich einmal das Gewaltpotential der Nazis zur Kenntnis nehmen würde und auch die am Rande getätigten Holocaustverleugnungen, dann wäre der Spuk hier schon längst zu Ende, aber das passt der Polizei wohl nicht ins Konzept“. Statt dessen wird wegen banalsten Anlässen mit Ermittlungsverfahren gegen die Gegendemonstrant_innen vorgegangen, so z. B. wegen des Filmens eines Polizeieinsatzes und wegen Tragens eines Kleidungsstückes mit polizeikritischer Inschrift.
Aggressiv taten sich wieder einmal Beamte der BFE (Festnahme- und Beweissicherungseinheit der Polizei) hervor, die teils sehr ruppig gegen Gegendemonstrant_innen vorgingen und lieber gleich Leute wegschubsten, anstatt vernünftig ihre Maßnahme zu erklären.

Diesen Montag: Auf zum Großen Dreesch!

Neustart von MVGIDA auf dem Großen Dreesch in Schwerin: NoGIDA ruft zu Gegenprotesten auf

Neue Route, neuer Anmelder, erneuter Rechtsruck? MVGIDA startet den Versuch, diesen Montag den Großen Dreesch in Schwerin unsicher zu machen und hat einen „Abendspaziergang“ ausgehend vom Berliner Platz angemeldet. Ein weiteres Mal ist zu erwarten, dass sich dort die Mecklenburger Neonazi-Szene versammeln wird, um gegen Flüchtlinge und Muslime zu hetzen.

Ob in der Schweriner Innenstadt oder auf dem Großen Dreesch: Die von Neonazis dominierte MVGIDA-Bewegung bleibt unerträglich. Die antirassistische Plattform NoGIDA-MV ruft dazu auf, sich dem geplanten Aufmarsch entschlossen entgegenzustellen. Einen Anlaufpunkt für den Gegenprotest bieten vier angemeldete Mahnwachen:

Berliner Platz (18.30 – 22.00)

Ecke Hamburger Allee/Rostocker Straße (18.30 – 22.00)

Ecke Hamburger Allee/Talliner Straße (18.00 – 22.00)

Ecke Hamburger Allee/Magdeburger Straße (17.00 – 22.00)

Zum Hintergrund: Der bisherige Anmelder der MVGIDA-Aufmärsche hat sich aus der Organisationsstruktur zurückgezogen, weil es nicht gelungen sei, die bürgerliche Mittelschicht zu erreichen. Kein Wunder: MVGIDA distanziert sich in keinem Wort ausdrücklich von der NPD oder neonazistischen Kameradschaften. Ganz im Gegenteil: Die „Abendspaziergänger“ bestehen zum großen Teil aus eben jenen Kräften.

Im März fanden jeweils am Samstag Neonazi-Aufmärsche gegen Flüchtlinge in Torgelow, Bützow und zuletzt in Güstrow statt. Zudem kam es in den vergangenen Wochen zu einem deutlichen Anstieg von Vorfällen rassistisch motivierter Gewalt. Dieses zunehmend rassistische Klima innerhalb der Bevölkerung wird nicht zuletzt durch MVGIDA aktiv gefördert. Insofern ist es umso wichtiger, ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen und sich mit Flüchtlingen und Betroffenen rassistischer Gewalt zu solidarisieren.

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10. Mvgida-Aufmarsch – Trotz Protesten und Blockaden setzt Polizei Naziaufmarsch durch

Mit einem teils ruppigen Polizeieinsatz gelang es c.a. 150 Nazis von Mvgida gestern in Stralsund ihren 10. Aufmarsch durchzuziehen. Trotz des Verbots einer antifaschistischen Demonstration konnte der Naziaufmarsch teilweise durch Blockaden gestört werden. Die Polizei ging dabei mit Gewalt gegen Antifaschist_innen vor.

Bereits im Vorfeld zeigte die Versammlungsbehörde durch das Verbot einer Gegendemonstration vom Stadtteil Knieper in die Innenstadt, dass sie das Versammlungsrecht einseitig, zugunsten von Mvgida auslegt. Trotz des Verbots gelang es gut 200 Antifaschist_innen an mehreren Stellen der Mvgida-Route ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Dabei gab mehrere kleine Blockaden.
Einige wurden von der Polizei toleriert, während andere aufgelöst wurden. Hierbei tat sich besonders die BFE-Einheiten (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten) durch brutales Vorgehen gegen Demonstrant_innen hervor. So wurden Gruppen ohne Vorwarnung von der Straße geprügelt.
Bei einem Schlagstockeinsatz gab es zwei verletzte Gegendemonstrant_innen. Nach diesem Einsatz verweigerten sich Beamte, ihre Dienstnummern herauszugeben.
Der Mvgida Aufmarsch war wie gewohnt von Nazistrukturen aus MV dominiert. Die Verstrickung mit der NPD wird anhand des Plakates „Asylbetrug stoppen“ der von Tino Müller (NPD) organisierten „Bürgerinitiative“ „Schöner und sicher wohnen in Ückermünde“ deutlich. Ein weiterer anwesender Parteifunktionär, war neben Müller auch Dirk Arendt aus Stralsund.
Als Rednerin fungierte Antje Mentzel vom Ring Nationaler Frauen MV. Der vermeintliche Rückzug des Anmelders Enrico Naumann erscheint durch seine im nationalen Taumel mitgegrölte Parole „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.“ im anderen Licht.
Zweimal wurden die Nazis direkt an den Sitzblockaden vorbei geführt, wobei es in einem Fall zu Flaschen und Böllerwürfen von Seiten der Nazis auf Gegendemonstrant_innen kam. Die Polizei ermittelt nun gegen den Täter. Schon beim letzten Mvgida-Aufmarsch in Stralsund zeigte sich das Gewaltpotenzial der Nazis in einem Messerangriff auf Gegendemonstrant_innen. Es ist fragwürdig, warum angesichts eines solchen Gewaltpotenzials den Nazis der Schutz des Versammlungsrechtes, der nur für friedliche Versammlungen gilt, gewährt wird. Anstatt rigide gegen Gegendemonstrant_innen vorzugehen oder Nazis in unmittelbare Nähe von Blockaden zu führen, wäre es gegebenenfalls besser, den Nazis einen Umweg zuzumuten.
Am Rande wurde ein Gegendemonstrant erkennungsdienstlich behandelt und mit dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung konfrontiert - weil die Megafondurchsagen für die empfindlichen Polizeiohren zu laut waren.
Trotz allem“, so Nadja Soreia, antifaschistische Aktivistin aus Stralsund, „bleibt zu hoffen, dass das durch den Alleingang von Naumann produzierte organisatorische Chaos der Naziszene Frust bereitet. Es ist zudem bedenklich wenn die Polizei diese Naziaufmärsche mit allen Mitteln durchzuführen versucht.“

Gegen Nazis auf die Straße!

Am Montag, dem 9.3. wird die Schweriner Innenstadt wieder einmal von neonazistischen, sozial-chauvinistischen und rassistischen „Patrioten“ heimgesucht. Dabei sollte eines klar sein: MVGIDA darf der öffentliche Raum nicht ohne Widerspruch überlassen werden! In diesem Sinne rufen wir euch dazu auf, euren kreativen und lauten Protest auf die Straße zu tragen!

Zeigt den Rechtspopulisten, was ihr von ihnen haltet!

Ab 18 Uhr sind in der Schweriner Innenstadt mehrere Kundgebungen angemeldet worden. Schaut doch mal vorbei, mit etwas Glück gibt’s dort Tee, Infos und ne Stulle!

Die Kundgebungsorte sind folgende:

– Marktplatz

– Südufer Pfaffenteich

– Helenenstraße (Ecke Mecklenburgstraße)

– Puschkinstraße (Ecke Schloßstraße)

– Schulstraße (Ecke Friedrichstraße)

Zusätzlich sind weitere dezentrale Aktionen geplant, für alle, die „mobiler“ unterwegs sein wollen. Weitere Informationen folgen Montag unter dem tag ‪#‎MVfueralle‬ auf Twitter. Dort findet ihr dann alle Treffpunkte sowie die aktuellen Gegebenheiten.

Bis dahin gibt’s weitere Infos bei Schwerin für alle

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„Rostock für alle!“ stellt sich am Sonntag, 1.3.15 der rechtsextremen „Mvgida“ entgegen!

Aufruf: Rostock für alle! Am 1.3. raus auf die Straße und MVgida gemeinsam entgegentreten!

Am kommenden Sonntag, den 1.3. wollen die Nazis und RassistInnen von MVgida durch Rostocks Innenstadt marschieren.
Das Bündnis „Rostock nazifrei“ will das nicht zulassen und hat in kurzer Zeit verschiedene Gegenaktivitäten geplant. Wir rufen alle RostockerInnen und Menschen aus MV auf, sich den Protesten anzuschließen und sich gemeinsam „Rogida/MVgida“ entgegen zu stellen.
(*Naziroute: Treffpunkt der Nazis ist 15 Uhr am Hauptbahnhof Süd, anschließend wollen sie über den Südring, Goetheplatz, Vögenteich, Kröpeliner Strasse bis zum Neuen Markt und den gleichen Weg wieder zurück.)
Ab 14 Uhr gibt es am Kröpeliner Tor die zentrale Veranstaltungskundgebung mit Redebeiträgen und einem kulturellem Programm zusammen mit dem CSD Rostock e.V., der Ska-Band „Antispielismus“ und anderen. Ab 14:30 Uhr schließt sich von hier eine Demonstration Richtung Hauptbahnhof Nord an.
Für die Sportlicheren unter euch wird es ab 14:30 eine Fahrraddemo vom Doberaner Platz zur Bahnhofsseite Süd  (wo sich „MVgida“ sammelt) geben. www.facebook.com/events/824771140945038
Für alle, die nach Rostock anreisen: für euch haben wir ab 15 Uhr eine Kundgebung auf der Nordseite des Hauptbahnhof Rostock angemeldet und holen euch dort ab!
Außerdem wird es ab 15 Uhr eine Andacht in der Marienkirche geben. Stärken und aufwärmen könnt ihr euch ab 15 Uhr am Ziegenmarkt, wo der der Eine-Welt-Laden, Vokü und das Café Marinetreff  mit Heißgetränken, Kuchen und warmen Speisen für euch da ist.
Sofern MVgida ihre Route tatsächlich bis zum Neuen Markt durchziehen wird, werden wir mit einer Kundgebung am Uniplatz (Barocksaal) und am Neuen Markt (zwischen Post und Hotel Sonne) auf sie warten und kreativ und laut deutlich machen, das sie hier nicht willkommen ist.
Die Abschlusskundgebung des Tages wird am Kröpeliner Tor ab 18.30 – 20 Uhr stattfinden.
Wichtig: Informiert euch!
Über die Facebook-Veranstaltung könnt ihr euch weiter informieren und FreundInnen einladen: www.facebook.com/events/337921389736009
Am Sonntag selbst könnt und solltet ihr euch über die aktuellen Entwicklungen über den Hashtag #mvfüralle auf dem Laufenden halten.
Teilt diese Infos mit euren Freund_innen, Bekannten, Arbeitskolleg_innen … und unterstützt die Initiative „Rostock für alle“!
Bringt Transparente, Schilder und alles, was ihr sonst noch braucht, um laut, kreativ und erfolgreich gegen Nazis und RassistInnen zu protestieren.
MV für alle!

Euer Bündnis Rostock nazifrei

Diesen Samstag in Dresden: Eine Demo in unserem Sinne…

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Diesen Samstag, dem 28.02., findet in Dresden eine bundesweite Demo statt, die ganz in unserem Sinne ist: Geflüchtete Menschen und deren UnterstützerInnen setzen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus! 

"Solidarität mit Geflüchteten - Für ein besseres gemeinsames Leben" - so lautet das Motto des Aufrufs von Asylsuchenden, der an alle Menschen in Deutschland gerichtet ist. Mit der Demonstration soll den Menschen Gehör verschafft werden, die in den letzten Wochen und Monaten besonders Rassismus, Diskriminierung und Stigmatisierung erlebt haben: Den Geflüchteten. Seit den Aufmärschen von Pegida hat sich die Zahl der Übergriffe auf Geflüchtete, Migrant*innen und Muslime mehr als verdoppelt. Gleichzeitig ist es für die Betroffenen schwer, sich in der öffentlichen Debatte zu Wort zu melden und gehört zu werden. Solange nur über und nicht mit ihnen diskutiert wird, sorgt das für stark verzerrte Bilder der Situation von Asylsuchenden.(...)
"In der Öffentlichkeit werden immer wieder Klischees und Vorurteile erzeugt, anstatt die diskriminierenden Bedingungen für geflüchtete Menschen in Deutschland in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen", erklärt eine Sprecherin des Asylum Seekers Movement. So dürfen sie in Deutschland nur eingeschränkt arbeiten, sich nicht frei bewegen, ihren Wohnort, ihre Wohnung nicht selbst wählen und haben kaum Möglichkeiten, für die eigenen Rechte einzutreten. Geflüchtete werden so zu Menschen zweiter Klasse, die kaum eine Chance haben, das Bild von sich in der Öffentlichkeit selbst zu bestimmen. Um das zu ändern, werden Geflüchtete und Unterstützer_innen aus dem gesamten Bundesgebiet aufgefordert den Aufruf zu unterzeichnen und nach Dresden zu kommen.

***Solidarisiert euch mit dem Aufruf der Refugees. Zeigt eure Unterstützung. Kommt am 28. Februar nach Dresden und erklärt: Say it loud. Say it clear. Refugees are welcome here!***

mehr Infos unter http://www.feb28.net/index.html 

Tell me why I don’t like Mondays

Am Montag, den 23.02.2015 hat sich wieder einmal bestätigt, dass die regelmäßigen Aufmärsche der MVGIDA von neonazistischen Kameradschaften, Hooligans und NPD-Kadern dominiert werden. Der nahezu störungsfreie Ablauf der Veranstaltung gibt der Bewegung einen neuen Aufwind.

Zum wiederholten Mal konnten die drei angemeldeten Gegenveranstaltungen dem widerwärtigen Treiben in der Schweriner Innenstadt kein Ende setzen. Dies hat zwei Gründe. Einerseits muss eine geringe Beteiligung auf Seiten der Gegenproteste festgestellt werden. Andererseits gelang es Ordnungsamt und Polizei, die Gegenproteste klein zu halten, indem Versammlungen nur in einem äußerst beschränkten Rahmen genehmigt worden sind. So wurde eine bürgerliche Veranstaltung des „Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin“ am Alten Garten nur bis 18.30 Uhr erlaubt. Die antirassistische Demonstration unter dem Motto “Nie wieder Montag“ hatte nach gut 800 m ihr Ziel erreicht. Die Strategie der Polizei, die Demonstrant_innen strikt voneinander zu trennen, ging auf.

Während engagierte Menschen sich dennoch am legitimen Protest in Hör-und Sichtweite versuchten, hat NoGIDA-MV auf dem Marienplatz in mehreren Redebeiträgen die Argumentationsstrategie der Rechtspopulisten durchleuchtet. Es ist unschwer, zu erkennen, dass MVGIDA Themen wie „Frieden“, „Freiheit“ und „Demokratie“ aufgreift, um zu versuchen, in der Bevölkerung Anschluss zu finden. Dabei zeichnet sich die „Argumentation“ der „besorgten Bürger“ durch vollkommen verkürzte Deutungsmuster aus. Diese laufen in letzter Konsequenz auf eindeutig rassistische als auch völkische Propaganda hinaus.

Rassistische und völkische Propaganda darf nicht zum Normalzustand werden!

Aus unserer Sicht muss es möglich sein, den Nazis zu zeigen, was wir von ihnen halten. Außerdem muss über andere Aktionsformen nachgedacht werden. Für einen vielfältigen & kreativen Protest!

NoGida ruft zur Demo auf: „Nie wieder Montag!“

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Montag, 23.02.2015

18 Uhr

Hauptbahnhof Schwerin

Kommt zur antirassistischen Demo “Nie wieder Montag!” nach Schwerin! Zeigt den Rechtspopulisten, was ihr von ihnen haltet!

„Heut‘ ist wieder Montag, da machen wir wieder RAM TAM TAM…“

Finden wir nicht gut!!! Unter dem Motto „Nie wieder Montag!“ rufen wir dazu auf, sich unserer antirassistischen Demonstration gegen den Trend der sogenannten Montags-„Spaziergänge“ anzuschließen!

Der Auslöser dafür dürfte bekannt sein: Wie die Wochen zuvor gehen selbsternannte PatriotInnen gegen eine imaginierte „Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße und demonstrieren „für den Frieden, die Freiheit und mehr Demokratie“. Dabei inszenieren sie sich als die einzig wahren RepräsentantInnen des „deutschen Volkes“, welches sich gegen „Asylflut“, „Lügenpresse“, „Kriegstreiberei“, das „politische Establishment“ und natürlich die „Islamisierung“ behaupten müsse.
Hinter diesen „Inhalten“ im bürgerlichen Gewand verbergen sich rassistische Ressentiments und eine völkische Ideologie, welche gemäß dem Motto „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ wieder massentauglich gemacht werden soll. Leider scheint dieses Kalkül aufzugehen: Erwartungsgemäß werden auch diesen Montag wieder Neonazis, Hooligans, RechtspopulistInnen und sogenannte „besorgte Bürger“, die mit Erstgenannten keine Probleme haben, vereint durch Schwerin marschieren.
Wir werden uns dem entgegen stellen! Es wird auch diesen Montag wieder vielfältige Aktionen gegen diese rechtspopulistische Agitation geben:

– ab 17 Uhr Mahnwache mit Solipizza der Grünen auf dem Marienplatz
– ab 18 Uhr kostenlose Musikalische Unterhaltung auf dem Markt beim Café
Röntgen (Besucher sind gerne gesehen)
– ab 18 Uhr Kundgebung auf dem Alten Garten durch das „Aktionsbündnis für
ein friedliches und weltoffenes Schwerin“
– ab 18 Uhr antirassistische Demo von NoGIDA vom Hauptbahnhof in Richtung Marienplatz

Wir rufen dazu auf, sich an dem Protest gegen MVGIDA zu beteiligen, um den Rechtspopulisten die rote Karte zu zeigen!

Weitere Infos gibt’s unter schwerinfueralle.wordpress.com

karte 23.2.

Montag, 16.02. heißt es wieder: Stralsund Nazifrei!

MVGIDA gibt keine Ruhe und wird am 16. Februar 2015 wieder einen „Spaziergang“ durch den Stralsunder Stadtteil Knieper machen. Diesen offenen Rassismus wollen wir nicht einfach hinnehmen. Das Bündnis „Stralsund Nazifrei“ wird wieder verschiedene Protestaktionen anbieten. Unser Ziel bleibt weiterhin in Stralsund ein weltoffenes Umfeld zu schaffen, in dem Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und das Vergreifen an Schwächeren keinen Platz haben!

Treffpunkt für alle Aktionen am 16. Februar ist ab 17 Uhr der Neue Markt (Ecke Langenstr.)!

Von dort aus wird ein Straßentheater („Kleiner antirassistischer Gemüseauflauf“) inszeniert, welches gegen 18 Uhr am Alten Markt endet. Lasst Euch überraschen und kommt dazu! Wir freuen uns auf Euch! Auch das Bündnis, welches von Stralsunder UnternehmerInnen initiiert wurde, wird mit einer „Stralsund gibt 8″-Luftballonaktion auf dem Alten Markt vertreten sein.

Durch eine große Anzahl von Menschen wollen wir unsere Idee eines gemeinsamen Miteinanders, das nicht von Vorurteilen geprägt ist, ausdrücken. Zudem sind folgende Mahnwachenstandorte am Montag geplant:

1. Bahnhof; Tribseer Damm / Jungfernstieg (vor der DAK) – ab 18 Uhr besetzt

2. Brunnenaue – ab 17 Uhr besetzt

3. Prohner Straße / Heinrich-Heine-Ring – ab 18 Uhr besetzt

4. Heinrich-Heine-Ring / Arnold Zweig Straße – ab 18Uhr besetzt

Ihr könnt Euch auch an weiteren Aktionen beteiligen und selbst Ideen entwickeln: Macht mit und bringt Schilder, Transparente, Fahnen, Pfeifen, Trommeln und was Euch sonst noch so einfällt mit! Unterstützt die Proteste gegen die MVGIDA auf der Straße und an den Mahnwachen!

Mehr Informationen gibt es unter www.rockgegenrechts.com! Gemeinsam können wir ein starkes Zeichen setzen, dass wir für alle Menschen in all ihrer Vielfalt einstehen.